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„Und wenn wir es falsch machen, dann macht es puff“. Diese Befürchtung haben zumindest die Deutschen, welche die Entscheidung Polens von Kohle- auf Atomkraftwerke umzusatteln mit heftigen Protest bekunden.

Verständlich, wären wir Deutschen doch am liebsten unsere gesamten Atomkraftwerke los. Zu unsicher, zu risikoreich und die Frage der Endlagerung für radioaktiven Abfall noch immer ungeklärt.

Also warum zum Teufel will sich Polen die „Atombombe“ quasi ins eigene Land holen?

Nach dem EU-Beschluss Ende 2008 müssen alle EU-Mitgliederstaaten ihre CO2 Emissionen um mindestens ¼ senken. Schlecht für Polen, denn derzeit werden 90% des polnischen Stroms aus den CO2-Schleudern Kohlekraftwerk gewonnen. Also zieht Ministerpräsident Donald Tusk mal eben den Joker aus der Schublade: Saubere Energie? Atomkraftwerk!

Glaubt man dem polnischen Zeitplan, soll der Standort für den ersten Reaktor 2013 bekannt gegeben werden. Favorisiert werden derzeit Zarnowiec und Gryfino in Nordpolen. 2016 soll der Bau des ersten Atomkraftwerks beginnen, die Inbetriebnahme des ersten Kraftwerks soll spätestens 2020 erfolgen. 1-2 Jahre später dann ein weiteres.

Experten halten diesen Zeitplan aber für äußerst unrealistisch, da Polen quasi über keine Erfahrung in der Kernkraft verfügt. Das Entwickeln und Adaptieren von Technologien würde demnach weitaus länger dauern, als es der derzeitige Zeitplan vorsieht.

Tja, sollen sie halt unsere AKWs klauen, dann sind wir sie los und der drohende Stromengpass in Polen, der schon weit vor 2020 droht, also selbst bei Einhaltung des Zeitplans zur Fertigstellung der Atomkraftwerke, kann so abgewendet werden.

Quelle: Das Polen Magazin

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